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Bacher-Comeback erst 2010



«Den Umständen entsprechend», beschreibt Daniel Bacher seinen momentanen Gesundheitszustand. Der 29-Jährige war beim Grasbahnrennen in Zweibrücken im Juli schwer gestürzt.

Acht Rippen und den rechten Oberarm mehrfach hat sich Daniel Bacher gebrochen, dazu Lunge und Milz verletzt. Das Schlimmste: Bei einer Operation wurde beim Anbringen eines Fixateurs ein Nerv im Oberarm beschädigt.

«Das war irgendwie irre», erinnert sich der Baindter, «urplötzlich konnte ich mit der rechten Hand nichts mehr greifen. Ich habe gedacht, das gibt’s doch gar nicht. Ich habe meinen Kopf eingeschaltet und mich fest auf das Greifen konzentriert, aber nichts ging. Ich kam mir wie ein kleines Kind vor.»

Die so genannte Fallhand vergehe wieder, teilten ihm die Ärzte mit. «Das ist auch so, jeden Tag wird es ein kleines Bisschen besser. Ich bin in der Reha andauernd in der Krankengymnastik gewesen, aber Unterarm und Oberarm kann ich immer noch nicht über 90 Grad hinaus heben. Aber ich arbeite weiter hart daran.»

Den Langbahn-GP-Challenge in Pfarrkirchen am 27. September wird Bacher verpassen, den Grand Prix 2010 damit ebenfalls. In der nächsten Saison will der 29-Jährige aber trotzdem wieder angreifen.

Dani Bacher wieder zuhause

 

Dani Bacher ist zuhause, aber noch nicht gesund. Den GP-Challenge 2009 in Pfarrkirchen möchte er gerne noch fahren.


Am 28. Juli wurde der am 5. Juli in Zweibrücken schwer gestürzte Langbahnfahrer Dani Bacher von der Universitätsklinik Homburg/Saar nachhause entlassen. Der Oberschwabe hatte sich in Zweibrücken acht Rippen gebrochen, die Lunge war verschoben, ein Haarriss in der Milz wurde festgestellt und der rechte Oberarm war gebrochen.

In zwei Operationen konnten die Ärzte im Saarland Bachers Verletzungen stabilisieren. Ganz wiederhergestellt ist der 29-jährige noch nicht: «Ich kann einen Fuss noch nicht nach oben ziehen. Ich hatte einen Bluterguss im Bein und es kann sein, dass der auf einen Nerv gedrückt hat» sagte Bacher zuhause in Baindt.

Problematischer ist der Zustand seiner rechten Hand. Der gebrochene rechte Oberarm war mit Schrauben fixiert worden. Der Eingriff war kompliziert, weil der Bruch relativ weit oben am Schultergelenk sass, wo auch viele Nervenstränge verlaufen. «Ich habe eine so genannte Fallhand. Das heisst, ich kann die Hand nach unten, aber nicht nach oben bewegen.» erläutert der Langbahn-GP-Sieger von 2008.

Möglich ist, dass bei der Operation ein Nervenstrang beschädigt oder eingeklemmt wurde. Nächste Woche stellt sich Bacher deshalb bei Dr. Prommesberger in Bad Neustadt/Saale vor. Der Arzt hat den Ruf, einer der führenden Neurologen in Deutschland zu sein und hat u.a. Supermoto-Weltmeister Bernd Hiemer dieses Jahr an seiner schwer verletzten rechten Hand operiert.

«Ich mache jetzt ganz intensiv zuhause Aufbautraining, Reha und Gymnastik. Nach dem Besuch bei Dr. Prommesberger werden wir weiter sehen. Die Ärzte haben gesagt, es kann sehr langwierig werden» so Bacher.

Vom Unfallhergang kann er sich an nichts mehr erinnern. Wenn die Heilung der Hand gut fortschreitet, möchte er am 27. September in Pfarrkirchen seinen Qualifikationsplatz beim Langbahn Grand Prix Challenge 2010 einnehmen, um die Chance für die WM Teilnahme nächstes Jahr zu wahren.

Null Sicht, als es krachte

Bacher und Knappe geht es besser

Von Ivo Schützbach 07.07.09-13:36

 

Montagmorgen wurde Daniel Bacher aus dem künstlichen Koma geholt. Mittwoch wird er eventuell auf die normale Krankenstation verlegt.

Um 5.15 Uhr am Montagmorgen holten die Ärzte in der Homburger Uniklinik den in Zweibrücken schwer gestürzten Daniel Bacher (29) aus dem künstlichen Koma. Heute Dienstag muss er noch auf der Intensivstation verbringen, am Mittwoch wird er eventuell bereits auf die normale Krankenstation verlegt.

Das hängt davon ab, wie eine Computer-Tomografie am Dienstagmittag verläuft. Danach wird entschieden, wie mit der angerissenen Milz verfahren wird. Momentan denken die Ärzte darüber nach, den Riss mit einer Laser-Behandlung zu schliessen. Die beschädigte Lunge haben die Ärzte inzwischen im Griff, Bacher kann selbständig atmen.

Neben acht Rippen hat sich Bacher auch den rechten Oberarm dreifach gebrochen. Der Unterarm blieb heil, die Ärzte gehen auch davon aus, dass es keine Nervenschädigungen gab. Der Baindter fühlt seine Finger und kann sie auch bewegen. Der Arm wurde mit einem Gestell fixiert, operiert wird er voraussichtlich erst Ende der Woche, wenn Lunge und Milz okay sind.

Bacher ist seit Montag ansprechbar, hat am Dienstag bereits erste Gehversuche auf dem Krankenhausgang unternommen und sich sofort nach dem Gesundheitszustand von Andrew Appleton und Manfred Knappe erkundigt.

Appleton kam mit schweren Prellungen davon und wird voraussichtlich beim zweiten Grad Prix in Marmande am kommenden Montagabend starten können.

Knappe liegt wie Bacher in der Homburger Klinik – bis Dienstagmorgen auf der Intensivstation, weil er Probleme mit der Atmung hatte. Neben zwei Rippen hat sich der Traunsteiner das Schlüsselbein gebrochen, dazu das Schulterblatt angebrochen.

Photo by F.P. Bär

Daniel Bacher gewinnt GP in Marienbad

(lwü)Drei Fahrer unter den Top Fünf, so lautet das Ergebnis aus Sicht der MSV Herxheim beim ersten von vier WM Finale der Saison 2008.

Daniel Bacher konnte im tschechischen Marienbad seinen ersten Grand Prix Sieg erringen. Vor Titelverteidiger Gerd Riss und dem Briten Glenn Phillips ist Bacher somit der erste Spitzenreiter der WM Saison 2008. Sirg Schützbach als fünfter komplettierte das gute Ergebnis, dass die Clubfahrer der MSVH beim WM Auftakt erzielen konnten.

Daniel Bacher überrascht alle im Waldstadion

(lwü) Gerd Riss war der Favorit, Sirg Schützbach, Stephan Katt und der Brite Andrew Appelton sollten die Herausforderer des mehrfachen Weltmeisters sein. Es kam anders! Daniel Bacher aus Reihen der MSV Herxheim war der große Triumphator des Tages. Vor 12.000 Zuschauern im Herxheimer Waldstadion gelang Bacher der im ersten Lauf der I-Lizenz Soloklasse die erste Überraschung als er Weltmeister Riss schlagen konnte. Dies war jedoch nur der Anfang, was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnte. Aufgrund der Ausfälle von Riss und Appelton im 6. Lauf der I-Lizenz stand bereits früh fest das  Bacher der nur einen Punkt in den Vorläufe abgab die Gesamtwertung gewinnen würde. Im entscheidenden Endlauf um den Silberhelm konnte sich Bacher in der ersten Kurve gegen Riss durchsetzen und konnte in der Folge des Laufes Riss auf Distanz halten und eilte somit zum ultimativen Sieg in Herxheim. Tageswertung, Silberhelm und Bahnrekord gewann der Baindter. Pechvogel des Tages Stephan Katt der im zweiten und dritten Lauf der internationalen Klasse auf Platz eins und zwei ausfiel.